Es ist nie zu spät: die Ausbildung für Erwachsene


Um Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, eine berufliche Qualifikation zu erwerben, hat der Gesetzgeber die Ausbildung für Erwachsene eingeführt, um Volljährigen die Gelegenheit zu bieten, eine in Form von alternierendem Unterricht angebotene Berufsausbildung zu Ende zu führen, zu ergänzen oder zu erwerben.
Der Unterschied zwischen der Ausbildung für Erwachsene und der Erstausbildung ist, dass der Ausbilder dem erwachsenen Auszubildenden den sozialen Mindestlohn zahlt.


Jede mindestens 18-jährige Person, die seit mindestens 12 Monaten nicht mehr in der schulischen Grundbildung ist oder unter einem Erstausbildungsvertrag steht und eine Anmeldung bei der Zentralstelle der Sozialversicherungen (Centre commun de la sécurité sociale - CCSS) nachweisen kann (mindestens 12 Monate lang, aufeinanderfolgend oder nicht, mit mindestens 16 Arbeitsstunden pro Woche).


Eine beratende Kommission entscheidet über den Zugang und die Zulassung der Kandidaten, die eine vollständige Bewerbungsmappe eingereicht haben. Letztere werden schriftlich über die Entscheidung der Kommission unterrichtet.
Im Falle einer positiven Entscheidung, muss der erwachsene Auszubildende, der einen zugelassenen Ausbildungsbetrieb gefunden hat, bei der Berufsberatungsstelle der ADEM die erforderlichen Unterlagen abholen.


Der Ausbilder zahlt dem erwachsenen Auszubildenden die gesetzliche oder vertragliche Ausbildungsvergütung, zuzüglich einer Zusatzentschädigung bis in Höhe des sozialen Mindestlohns für nicht qualifizierte Arbeitnehmer.
Die Erstattung der Zusatzentschädigung erfolgt gemäß den Modalitäten des Erstattungsformulars, das dem Ausbilder von der Berufsberatungsstelle der Agentur für Arbeit (ADEM) ausgehändigt wird.


Personen, die eine Ausbildung für Erwachsene im Hinblick auf den Erhalt eines DAP oder CCP absolvieren wollen, müssen ihren Antrag persönlich und nach Vereinbarung eines Termins bei der Berufsberatungsstelle der Agentur für Arbeit, dies unter der Telefonnummer 247-85480 oder 247-85387 in Luxemburg bzw. 247-75411 in Esch/Alzette (Regionalbüros Esch/Alzette und Differdange), zwischen dem 2. Mai und dem 15. September abgeben.

Der Antrag muss folgende Unterlagen enthalten:

  • Sozialversicherungsausweis der Zentralstelle der Sozialversicherungen
  • Sozialversicherungsnachweis der Zentralstelle der Sozialversicherungen  (Achtung: Gültigkeitsdauer auf einen Monat begrenzt)
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Schulzeugnisse bzw. Diplome und sonstige Zeugnisse
  • von der  Abteilung für Diplomanerkennung des Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend ausgestellte Äquivalenzen ausländischer Schulzeugnisse, Diplome und Zeugnisse
  • Lebenslauf