Seine Ausbildung nach dem DAP fortsetzen: der Meisterbrief in Luxemburg


Die Ausbildung im Hinblick auf den Meisterbrief ist ein Paradebeispiel für den Willen und die Entschlossenheit des Handwerkssektors, seine Unternehmensleiter und Führungskräfte auszubilden.

Sie verleiht dem Inhaber zwei Rechte: ein Unternehmen zu gründen und Gesellen auszubilden.

Die Inhalte dieser Aufstiegsfortbildung sind so gestaltet, dass sie eine vielfältige und vollständige Qualifikation in folgenden Bereichen bieten: Unternehmensorganisation und -führung, angewandte Pädagogik, Technologie und Berufspraxis.


Die komplette Liste finden Sie auf http://brevet.cdm.lu


Der Meisterbrief richtet sich in erster Linie an Personen, die ein eigenes Unternehmen gründen, Gesellen ausbilden oder eine Karriere in der Handwerksbranche verfolgen wollen.

Für eine Anmeldung zum Meisterbrief müssen die Bewerber im Besitz eines der folgenden Abschlüsse sein:

  • Gesellenbrief, d. h. Zeugnis über fachliche und berufliche Befähigung Certificat d’Aptitude Technique et Professionnelle - CATP) oder Diplom über die berufliche Reife (Diplôme d’aptitude professionnelle - DAP) oder
  • als gleichwertig anerkanntes Diplom.

Die Anerkennung der Gleichwertigkeit von ausländischen Diplomen kann beim Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend (Ministère de l’Education nationale, de l'Enfance et de la Jeunesse) beantragt werden.


Die Vorbereitungskurse für Meisterbrief werden in folgenden Bereichen angeboten:

  • Organisation & Betriebswirtschaft
  • Angewandte Pädagogik
  • Fachtheorie und Fachpraxis

> Meisterprüfung (Fachpraxis)

 

  • Die Aufstiegsfortbildung wird in Modulen absolviert und dauert in der Regel 3 Jahre.
  • Die maximale Dauer, um alle Module zu bestehen, wurde auf 6 Jahre festgesetzt.
  • Die Kurse finden grundsätzlich abends und an den Wochenenden statt.
  • Sie beginnen Ende September und enden Ende März des Folgejahres.

 

 

Eigentlich steht es den Kandidaten frei, den Verlauf ihrer Kurse zu bestimmen. Da die maximale Dauer, um sämtliche Module zu absolvieren, jedoch 6 Jahre beträgt, empfiehlt die Chambre des Métiers einen Modellverlauf, der einen regelmäßigen Fortschritt ermöglicht und einen gewissen Spielraum für den Fall des Nichtbestehens offen lässt.


Alle Kurse in Organisation, Betriebswirtschaft und Angewandter Pädagogik werden jedes Jahr auf Luxemburgisch/Deutsch abgehalten. Die Kursunterlagen sind auf Deutsch verfasst. Die Kurse werden ebenfalls auf Französisch angeboten. Es werden jedoch nicht unbedingt jedes Jahr alle Module auf Französisch angeboten.

Die Kurse in Fachtheorie werden nicht zwingend in zwei Sprachen angeboten.

Weitere Infos auf http://brevet.cdm.lu


Die Teilnahme an den Kursen ist Pflicht. Kandidaten, die keine 80 %-ige Anwesenheit in den Modulen, für welche sie angemeldet waren, nachweisen können, werden nicht zu den Prüfungen zugelassen.

Die Chambre des Métiers hält zweimal im Jahr Prüfungen ab: zum Prüfungstermin Frühjahr (15. März bis 31. Juli) und zum Prüfungstermin Herbst (1. Oktober bis 31. Dezember).

Die Kandidaten müssen mindestens 1 Jahr Berufserfahrung in dem jeweiligen Handwerk aufweisen, um die Meisterprüfung (Fachpraxis) abzulegen.


Um die Meisterprüfung zu bestehen, muss ein Kandidat in den Modulen Organisation und Betriebswirtschaft, angewandte Pädagogik sowie Fachtheorie und Fachpraxis eine ausreichende Punktzahl (30 von 60 Punkten) erhalten.

Besteht ein Modul aus mehreren Lehrfächern, so ergibt sich die Note aus der Summe der Einzelnoten geteilt durch die Zahl der Lehrfächer.

Hat ein Kandidat jedoch in einem oder mehreren Lehrfächern eines kombiniertenModuls eine Note von weniger als 20 Punkten erzielt, so gilt das gesamte Modul als nicht bestanden, auch wenn der Durchschnitt der verschiedenen Lehrfächer 30 Punkte oder mehr beträgt.


Die Anmeldefrist beginnt jedes Jahr am 15. Juni und endet am 15. August.

Weitere Informationen auf http://brevet.cdm.lu